Exploración de la ciudad de Medellín

Heute stand auf dem Plan sich ein bisschen durch die Stadt des ewigen Frühlings – Medellín – treiben zu lassen. Die Leute sollten fröhlich und beschwingt sein und die Stadt verglichen mit vielen anderen im Land relativ modern. Viele Leute in Kolumbien hatten es uns empfohlen und so machten wir uns abermals mit der Metro auf den Weg in zentralere Gefilde der Stadt.

Wir stiegen sehr zentral aus und suchten zunächst einmal eine Mall, weil wir nach Nähzeug suchten um ein paar Löcher in unseren Klamotten reparieren zu können. Wir gingen durch einen sehr lauten Abschnitt des Bezirks in dem es anscheinend Gang und Gebe war zu feiern und zu tanzen. Auch schon am Mittag. Überall waren die Menschen sehr leicht bekleidet und draußen und drinnen am Party machen. Augenscheinlich schien hier aus das Rotlichtviertel zu sein. Wir fanden leiser keine passenden Malls. Sie schienen so strukturiert, dass man in jeder Mall einen bestimmten Typ von Laden tausendfach vorfand. Ein paar Male gingen wir in eine Mall in der nur Elektronikzeugs verkauft wurde. Außerdem gab es viele Einkaufszentren in denen nur Modeläden platziert waren. Das ist für Medellín aber nicht überraschend. Die Stadt ist bekannt für ihre Textilproduktion, aber auch für den Verkauf von vielen wunderschönen Blumen.

Wir gingen ein wenig über den Plaza Botero. Medellín hat teilweise sehr interessante Architektur zu bieten. So auch die einzigartige Palacio de la Cultura Rafael Uribe Uribe. Wir setzten uns in ein Restaurant/Café und bestellten uns eine Lasagne und Ceviche (typischerweise lecker zubereitete roher Fisch, aber hier eine Abwandlung mit Chorizo). Beises sehr köstlich. Wir ließen unsere Blicke ein wenig über den Platz schweifen. Immer wieder gab es zwischendurch etwas Regen. In der Regenzeit sollte man immer auf das Wetter achten bevor man aus dem Haus geht. Insbesondere im Inland. Dennoch war es angenehm warm und wir mussten uns nicht besonders warm kleiden. Lediglich eine Regenjacke für den Fall hatten wir uns umgebunden.

In einem Laden Billigladen wurden wir letztendlich fündig und kauften Nähzeug und kleine Plastikflaschen zum Abfüllen unseres Sesamöls, das wir als Sonnenschutz benutzen wollten.

Wir fuhren mit der Stadtbahn in das Viertel El Poblado. Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass dies eine sehr gute Station sei um essen zu gehen. Tatsächlich wollten wir auch zu einem besonderen Restaurant gehen, dass im Reiseführer empfohlen wurde.

Da es noch relativ früh war schauten wir uns das uns El Poblado noch etwas an und gingen zu einem kleinen Park (trägt denselben Namen wie das Stadtviertel). Hier wurden uns aber sofort Drogen angeboten, an denen wir kein Interesse hatten und beschlossen weiter zu laufen, da in diesem Park nicht viel Platz zum sitzen war. Wir besuchten noch einen weiteren Park mit netter Aussicht am Rande des Viertels in der Nähe zu dem Restaurant, welches wir später besuchen wollten.

Als wir uns schließlich dem Restaurant näherten war diese noch nicht geöffnet und die Mitarbeiter rannten immer wieder rein und raus um Vorbereitungen zu treffen. Als wir schließlich reingingen waren die Plätze schnell besetzt. Das Bao Bei – eine chinesisch-koreanisch-japanische Fusionsküche – schien sehr beliebt zu sein. Nach dem Essen wussten wir auch warum. Es war ein Genuss. Wir bestellten Bao, also gefüllte gedämpfte Brötchen, Ramen und ein weiteres Gericht mit Spinat, Fleisch, Reis und Soße zum Dippen. Alles vorzüglich gewürzt. Wir zahlten etwas über 140000 COP (ca. 34€).

Am Abend gingen wir von dort wieder durch die dunklen Straßen zurück zur Metro Station. Wir fühlten uns durchgehend sehr sicher und die friedliebende und gut gelaunte Jugend in den Parks ist schon nicht mehr mit einigen Jugendlichen in Großstädten Deutschlands zu vergleichen.

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