‚Vive con nosotros la alegría de viajar‘

Heute machten wir uns auf nach Palomino. Es handelt sich bei Palomino um einen kleinen Ort 80 Kilometer entfernt von Santa Marta.

Wir mussten abermals zu einer bestimmten Straße laufen an der ohne erkennbare Haltestelle, wo die Busse nach Palomino und Minca abfuhren. Auf dem Weg dorthin kauften wir uns noch Taucherbrillen. Diesmal klappte das Handeln nicht, aber toll, dass Tobi es immer wieder ausprobiert. Außerdem gingen wir noch zu einem Bankautomaten, da wir die Taucherbrillen nur bar bezahlen konnten. Wir gingen zur Servibanca, weil wir erfahren hatten, dass man bei dieser Bank die höchsten Beträge abbuchen kann bei gleicher Gebühr. Bei allen ausländischen Banken in Kolumbien betrug diese bisher immer umgerechnet ca. 5-6€. Wir nutzten eigentlich immer Tobias goldene Kreditkarte, damit immerhin die heimische Bank nicht noch eine Gebühr abzog. Wir hoben 2.000.000 COP ab, also 480€. Einen Tipp den wir bekommen haben ist, dass man den Kurs, der einem (manchmal, nicht immer) zuerst angezeigt wird, nicht annehmen, sondern auf „Ablehnen“ klicken sillre. Die Transaktion wird damit nicht abgebrochen, sondern einem wird anschließend zu dem normalen besseren Kurs ausgezahlt. Einige Banken ziehen die unwissenden Leute gerne ab und fragen erst, ob man den schlechteren Kurs nehmen möchte. Sie sagen natürlich nicht, dass dieser nachteilig ist. Es wird suggeriert, dass dies der normale Kurs sei, aber das ist nicht der Fall.

Dann gingen wir zum Bus und bezahlten 13.000 COP pro (knapp 3€) Person nach Palomino. Zwischenzeitlich fuhr auch ein Mann mit seinem Hahn im Bus mit. Man erlebt lustige Dinge im Ausland.

Es ging zwischendurch am Meer entlang, vorbei an vielen Bananenplantagen und wir freuten uns bereits auf einen weiteren Badetag.

In Palomino angekommen stiegen wir an einer bestimmten Straße aus wie im Reiseführer beschrieben und liefen noch eine Weile einen Erdweg durch das Dorf. Es handelt sich um ein sehr einfaches zersiedeltes Dorf, dass viele Backpacker anlockt, da der Ort ein guter Ausgangspunkt um einen der schönsten Strände zu erkunden und gegenüber davon die Sierra Nevada. Wir aßen Pizza und gelangten dann an den Strand.

Wir mieteten am Strand wieder einen Schirm mit Stühlen. An den Preis erinnere ich mich nicht, aber es war nicht sehr teuer. Die kleinen Wellen waren schön um darin zu schwimmen. Es gab auch einige Touristen die Surfkurse machten, wobei die Wellen für Leute mit mehr Surfkenntnis nicht so geeignet waren. Sie brauchen ziemlich kurz vor dem Strand. So konnte man nicht viel von der Welle mitnehmen.

Nach ein paar Stunden gingen wir rechtzeitig wieder zu der Straße an der der Bus entlang fuhr. Wir brauchten nämlich eine knapp eine halbe Stunde um zu laufen. Zuvor hatten wir nachgefragt wann der letzte Bus fahren würde. Es sollte jede Stunde einer kommen. Auf vielen kleinen Strecken gibt es einfach keinen Busplan. Meist muss man sich erkundigen. Lediglich wenn man bei großen Busfirmen Bucht und von Terminals abfährt hat man einen gewissen Plan wie die Busse fahren. Wobei die Zeit meist auch nicht eingehalten wird. Es war so heiß, dass wir uns ein Eis gönnten.

Wir stiegen in den Bus und brauchten wieder eine ganze Weile zurück. In den Vororten von Santa Marta, die wir passierten, fielen uns teilweise fast die Ohren ab, so laut Drang die Musik von den Diskotheken und Partys nach draußen auf die Straße und in den Bus. Wahnsinn wie die Leute am feiern waren. Wir gingen wieder in die Stadt und aßen lecker schwarzen Reis und schwarze Pasta (103.000 COP sind ca. 25€). Danach wollten wir heute Abend gerne Ruhe haben.

Aber nix da. Die Klimaanlage fiel am Abend irgendwann aus und es wurde unerträglich heiß im Zimmer, weil wir gar keinen Luftaustausch hatten. Wir kontaktierten einen der Zuständigen. Die Frau hatte uns ein paar Stunden zuvor schon die Tür aufgesperrt, weil die Tür faxen gemacht hatte. Ich hatte sie verschlafen am Telefon, weil es schon Mitternacht war. Wir hatten gegen 22 Uhr bemerkt, dass die Klimaanlage nicht funktionierte und kurz gewartet, daraufhin haben wir bei AirBnB geschrieben, dass die Klimaanlage ausgefallen war. Die Frau sagte uns sie könne jetzt auch nichts mehr machen und morgen könne man gucken. Nur am nächsten Tag sei schon der Check-Out meinten wir. Was kurios war, war dass alle anderen Zimmer offen standen und leer waren und die Klimaanlage moderne war und funktionierte. Ich hatte dies kurz ausprobiert. Wir wagten nicht dort zu übernachten, sonst würde man uns das vielleicht noch in Rechnung stellen und überall im Flur waren Kameras. Ich wunderte mich nur warum die Frau uns nicht den Vorschlag gemacht hatte für die Nacht einfach ein anderes Zimmer zu beziehen. Tobi schlief fast gar nicht. Er setzte sich in den Flur. Die Luft war schlimmer als im Hostel davor. Wir hatten noch nicht einmal einen Ventilator. Ich versuchte mit offener Tür zum Flur im Zimmer zu schlafen, aber es war äußerst unangenehm. Tobi legte sich später doch nochmal dazu. Es wurde eine grauehafte Nacht.

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