
En las nubes de Bogotá
Morgens machten wir uns bereit für einen Tag weiter oben auf einem Berg am südöstlichen Stadtrand im Stadtbezirk Santa Fe mit Aussicht über die riesige Stadt Bogotá. Zunächst hatten wir aber Hunger und daher suchten wir uns in unserem Viertel erstmal ein Café zum frühstücken.

Wir fanden ein schönes Café names „Nuestro Café“ direkt um die Ecke. Wieder einmal sehr sehr günstig. Wir bezahlten zusammen umgerechnet etwas über 10 Euro für eine Menge Essen und Getränke, da wir nochmal nachbestellen.

Im Anschluss bestellten wir über Cabify wieder ein Taxi. Dieser Fahrer hatte bereits über 5000 Fahrten mit der App getätigt und daher war er wohl nicht mehr sonderlich gesprächig und brachte uns fast direkt vor die Tür von der Gondelbahn (Teleférico), die uns nach oben auf den Berg Monserrate bringen sollte.




Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten auf den Berg zu gelangen. Die Seilbahn (Teleférico), eine Zahnradbahn (Funicular) oder zu Fuß. Die Luft war bereits in Bogotá schon dünner als gewohnt, da wir schon auf 2600 Meter lagen und es dadurch anstrengend gewesen wäre hoch zu steigen (es geht dann auf 3125m). Das hatten wir bei der Landung in Bogotá erst gar nicht bemerkt.

Wir nahmen also die Seilbahn, da die Zahnradbahn geschlossen war. Angekommen auf dem Berg bot sich uns ein atemberaubender Blick auf Bogotá. Diese Stadt ist wirklich riesig und dennoch kaum zu überblicken. Sie liegt in einem immensen Tal und füllt dieses auch fast vollständig aus. Wir waren umschlungen von Wolken, die sich in dem Bergen befanden, aber auch schon über dem Tal lagen. Deswegen war die Sicht zwischenzeitlich nicht sehr weit. Dennoch hatte sich der Besuch dieses Ortes definitiv gelohnt. Ein Muss für jeden der Bogotá besucht (wie uns am Folgenden Tag auch nochmal ein netter Taxifahrer bestätigte).



Wir guckten uns die beeindruckende Kirche sowohl von außen als auch von innen an. In Kolumbien gibt es augenscheinlich auch viele Christen. Viele der Taxifahrer hatten auch Rosenkränze an ihren Rückspiegel im Auto hängen.




Auch den vielen kleine Vögelchen konnten wir trotz des zwischenzeitlichen Nieselregens lauschen und wir stiegen einen Weg hinab, dem wir aber nicht lange folgten, da wir bemerkten, dass es sich um den Abstieg ins Tal handelte. Darauf hatten wir aber keine Lust und außerdem schon Hin- und Rückfahrkarte für die Gondel bezahlt. Also stiegen wir wieder hinauf, was bei der dünnen Luft schon sehr anstrengend war.





Es gab dort auch verschiedene Restaurants und einen kleinen Rundwanderweg über den Berg. Außerdem konnte man dort einen guten Blick auf die andere Seite des Berges innerhalb eines der Restaurants erhalten. Zum ersten Mal probierten wir Arepa (Runde Maiskuchen s. Bild weiter unten). Anscheinend ein verbreitetes Gericht in Südamerika. War nicht so ganz unser Geschmack, aber vielleicht gibt es auch bessere, da wir nur in einem Schnellrestaurant waren. Ansonsten genossen wir die Zeit oben auf dem Berg eine Weile.










Später am Tag gelangten wir dann wieder über die Seilbahn zurück ins Tal. Dort angekommen bestellten wir erneut ein Cabify um zur Mall Plaza zu gelangen (ein großes Einkaufszentrum). Wir brauchten noch ein größeres Handtuch und suchten nochmal nach Sesamöl oder Kokosöl, ersteres fanden wir bisher aber nirgends.

Wir kauften in einem Decathlon also zwei XL Handtücher und im Anschluss gingen wir noch in einem Supermarkt um ein paar Snacks für den Abend zu kaufen. Wir nahmen dann nochmals ein Cabify zur Unterkunft.
In der Unterkunft angekommen schauten wir noch ein wenig Fernsehen und gingen im Anschluss schlafen. Duschen könnten wir nicht mehr was uns auch die liebe Vermieterin Marta der Unterkunft mitgeteilt hatte. Wegen des Wetterphänomens El Nino waren die Wasserstände tief und wir haben die Toilette mit Regenwasser gespült und die Hände auch damit gewaschen. Für Katzenwäsche und zum Zähneputzen hatten wir einen großen Topf abgekochtes Wasser bekommen. Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr am nächsten Tag wäre es uns möglich nicht möglich zu duschen. Also wollten wir, da wir bei dem Wetter in Bogotá ohnehin nicht geschwitzt haben, das Duschen auf den nächsten Tag morgens vor Abreise legen…