
El Día del Trabajo en Neiva
Der Monat Mai hatte nun begonnen. Mit ihm kam natürlich auch hier der Tag der Arbeit, wer hätte es gedacht? Wir waren noch ein wenig geschafft von der langen Fahrt am Vortag, schliefen lange und wollten uns danach einfach ein wenig die Stadt anschauen. Als wir in dieser ankamen war jedoch ein sehr großer Umzug mit vielen Menschen. Da wir nicht im normalen Arbeitszyklus waren kamen wir erst nicht darauf, dass ja der erste Mai in vielen Ländern weltweit der Tag der Arbeit gefeiert wird. Der Taxifahrer musste uns dadurch an einer anderen Stelle absetzen.

Man merkte schnell, dass es sich um keine touristische Stadt handelte. Wir wurden anders als in Bogotá oft skeptisch, aber auch neugierig von Einheimischen gemustert.
In der Stadt selbst mussten wir uns erst einmal orientieren und so suchten wir den großen Park (Parque Santander, wie uns Luis empfohlen hatte) inmitten der Stadt einen auf. Wir gingen in ein kleines Einkaufszentrum, wo viele Geschäfte anlässlich des Feiertages leider geschlossen waren. Wir wollten eigentlich Geld abheben, aber die Gebühr bei der Bank Davivienda war uns zu hoch. Außerdem wurde unsere N26 Karte leider nicht akzeptiert, welche keine Währungsumrechnungsgebühr berechnet. Somit verließen wir erstmal wieder das Einkaufszentrum. Überall war dort auch wieder Wachpersonal zu sehen. In der ganzen Stadt war viel Trubel, dem wir erstmal entkommen wollten. Die meisten Leute waren am zentralen Parque Santander und es gab auch eine Bühne mit Musik, außerdem hielten sie Banner mit Forderungen hoch. So langsam kamen wir darauf, dass hier genauso wie bei uns der Tag der Arbeit „gefeiert“ wurde.







Wir liefen die Avenida Circunvalar am großen Fluss Río Magdalena entlang (hier wurde an vielen Stellen auch sehr viel Müll hinterlassen) und bekamen durch das lange Laufen etwas Hunger und suchten nach einer Möglichkeit etwas zu essen. In der Mitte der beiden Fahrspuren, die neben dem Fluss entlangführen entfernt sahen wir dann eine Art Café oder Bar. Dort tranken wir eine Kleinigkeit und bestellten uns Eisbecher, da noch es noch kein Mittagessen gab. Wir saßen direkt neben einer eigenartigen Skulptur, die die blutige Tortur und Schlachten zur Zeit der Conquistadores zwischen den Indigenen und Eroberern in Südamerika darstellen sollte. Dies erfuhr Laura nachdem sie unseren Taxifahrer auf der Fahrt zurück zu unserem Zimmer nach der Bedeutung dieses Konstrukts fragte. Kolumbien wurde vor über 500 Jahren von spanischen Kolonialisten erobert. Die Skulptur zeigt wie sich Menschen, aber auch Tiere und eine Zentaur (Wesen, das eine Fusion aus Mensch und Pferd ist) gegenseitig aufspießen.



Wir liefen schließlich, weiter durch Neiva und und hoben am Parque Santander bei der Bank Bancolombia Geld ab. Wir besuchten einen Supermarkt und fanden ein von Kolumbianer sehr gut besuchtes Restaurant. Ein super Zeichen, um dort etwas Gutes und wahrscheinlich Günstiges zu essen zu bekommen. Wir aßen sehr reichhaltig für umgerechnet umgerechnet unter 20 Euro.


Im Anschluss schlenderten wir noch eine Weile durch die Straßen, kauften etwas zu trinken und nahmen dann auf der Straße ein Taxi (Cabify oder ähnliche Apps funktionierten in dieser Stadt leider nicht).

Am Abend ruhten wir uns noch im Zimmer aus, mussten auch soweit nichts mehr essen und informierten uns um den kommenden Tag in der Tatacoawüste mehr oder weniger zu planen. Letztendlich konnten wir aber nicht viel planen, aber hatten einige wichtige Informationen zum Hin- und Rückweg, den angebotenen Touren und was man von der Tatacoa-Wüste allgemein zu erwarten hat.