
Adiós Medellín – Hola Caribe
Nun neigte sich die Zeit in Medellín auch schon dem Ende zu. Die Stadt und Umgebung war wirklich schön, aber wir wollten auch gerne wieder zum Meer und insbesondere an die Karibik Kolumbiens. An der Küste hat man auch zur Regenzeit gute Aussichten auf warmes und trockenes Wetter. Also entschlossen wir uns mit dem Flugzeug nach Santa Marta zu fliegen. Denn eine Busfahrt hätte uns einen ganzen Tag gekostet mit 16 Stunden Fahrt und wäre gar nicht mal so viel billiger als ein kurzer Inlandsflug gewesen.

















Wir fuhren ein letztes Mal mit der Metro ins Zentrum und suchten uns etwas zum Mittagessen. Wir aßen lecker und günstig mexikanisch. Dann machten wir uns auf zum Bus, der in einer Straße hinter einem bekannten großen Hotel im Zentrum, regelmäßig zum Flughafen abfährt. Wir fragten einfach wieder nach dem richtigen Bus in der Straße und zahlten 15500 Pesos pro Person (ca. 3,50€).






Am Flughafen gingen wir direkt durch die Sicherheitskontrolle für den Bereich der nationalen Flüge. Es ging super schnell und man musste nichts aus den Taschen auspacken. Sie fragten mich lediglich, ob ich eine Mundharmonika dabei habe. Ich beiahte. Wir setzten uns in den Wartebereich und bestellten Essen. Verglichen mit anderen Flughäfen eher günstig. Der Wartebereich war ziemlich klein und überschaubar. Viele Gates und wenig Platz.

Als die Zeit vorüber war gingen wir zum Gate, welches wir schon die ganze Zeit über im Blick gehabt hatten. Wir stellten uns an verstanden aber die Ordnung nicht wirklich, weswegen wir etwas abseits standen. Es wurde sich an einer anderen Schlange angestellt als auf Bildschirmen abgebildet und durch den Lautsprecher gesagt wurde. Man fragte uns, ob wir hier den richtig stehen würden und wir erklärten unser Unverständnis. Eine Frau meinte, dass wir richtig seien und hing dahinter noch ein: „Bienvenidos a Colombia!“ Eigentlich klappte aber alles gut und wir mussten noch ein ganzes Stück mit einem Bus zum Flugzeug gebracht werden.
Angekommen am Flugzeug ging auch relativ schnell der Start los. Wir freuten uns schon sehr auf Santa Marta und verfolgten den Flug ein bisschen durch das Fenster, da dieser zum Großteil über das Festland ging. Die Landung war sehr spektakulär, da der Flughafen unmittelbar neben dem Meer liegt und wir kurz vor dem Aufsetzen im Landeanflug noch über die Wassermassen der Karibik flogen. Das sah sehr beeindruckend aus. Leider saßen wir nicht am Fenster und machten somit keine Aufnahmen von dem Moment.
Am Flughafen von Santa Marta ignorierten wir die Taxifahrer, die uns unbedingt mitnehmen wollten und gingen direkt zu einem Bus und fragten, ob er nach Santa Marta ins Zentrum fahren würde. Wir waren wieder einmal goldrichtig. Wir zahlten 2500 Pesos pro Person (ca. 50 Cent).

Uns schlug wohlig warme Fahrtluft entgegen und wir könnten, obwohl es sehr schnell stockdunkel geworden war das Meer sehen und riechen. Wir saßen im Bus mit Einheimischen und nur noch einer anderen Backpackerin. Es stiegen immer mehr Leute zu und der Bus wurde randvoll. Sehr viele Leute standen nun und wir saßen eingequetscht mit unseren Rucksäcken auf dem Schoß. An Tobi lehnte sich auch eine Frau mit ihrem Kind. Das fanden wir überhaupt nicht schlimm, aber diese selbstverständliche Nähe von Fremden sind wir in unserer Kultur nicht gewöhnt. Als wir unserem Hostel ziemlich nah kamen könnten wir in der Nähe auf einer Hauptstraße mit Hilfe der anderen Fahrgäste, die dem Fahrer vorne zuriefen er solle anhalten. Ein Ersatz zu den Halteknöpfen, die wir gewohnt sind. Jedenfalls sehr gemeinschaftlich.

Angekommen beim Hostel wollten wir gerne einfach einchecken und schlafen. Uns wurde mitgeteilt, dass das Zimmer für uns gerade nicht verfügbar sei, da die Klimaanlage defekt sei. Wir würden also erstmal ein anderes erhalten und dann würde man sobald das andere Zimmer fertig wäre uns am nächsten Tag ein anderes Zimmer zur Verfügung stellen.
Wir nahmen also das andere Zimmer. Dieses war aber schon sehr herunter gekommen. Der Putz bröckelte von der Decke, das ganze Badezimmer hatte oben an der Decke Schimmel und auch der bröckelnden Putz. Leider hatten wir 6 Nächte dort gebucht und versuchten erst einmal das beste daraus zu machen.


Wir gingen noch zum Strand von Santa Marta, wo auch der Hafen lag. Dieser Ort war fußläufig sehr gut zu erreichen. Wir kauften uns Wasser für die Nacht und im Anschluss legten wir uns hin und schliefen bei sehr warmen Temperaturen.