
Relajado, tranquilo y delicioso
Heute ließen wir das Frühstück aus, da wir ein bisschen ausruhen und überlegen wollten wie wir den Rest der Kubareise und vor allem die Anschlussreise nach Kolumbien grob planen wollten und machten uns zu einem frühen Mittagessen auf den Weg durch Trinidad. Ganz nahe unseres Hostels stießen wir schon auf ein tolles und super günstiges Angebot im kleinen Restaurant Piriquilon, dass nur drei Tische besaß und gerade einmal ein paar Quadratmeter Fläche besaß. Ganz unscheinbar, aber das ist manchmal die beste Wahl! Man kriegt traditionelles, gutes und preiswertes Essen. Da darf man sich als Touri nicht abschrecken lassen. Es stehen keine Übersetzungen da und auch keine Karten in USD. Aber das finden wir gut so. Wir traten ein und blickten eine junge Kubanerin mit rot gefärbter Mähne, einem Tuch im Haar und in unserem Alter an, die an einem der drei Tische saß und Teig zubereitete. Wir fragten, ob es bereits Mittagstisch gäbe, sie bejahte sehr freundlich und fragte noch einmal in der Küche nach der heutigen Auswahl.


In Kuba haben wir schon erlebt, dass vieles auf der Karte nicht verfügbar war, wenn wir danach fragten. Das liegt an dem sozialistischen und planwirtschaftlichen System hier. Hier gab es nicht mal eine Karte, nur ein Schild, das draußen stand und meine Aufmerksamkeit durch die günstigen Preise erregt hatte.

Da wir so früh – noch vor zwölf – unterwegs waren, gab es nur zwei Dinge zur Auswahl. Frittierten Fisch und frittiertes Hähnchen. Ich bestellte Ersteres und Zweiteres. Es ist üblich, dass diese Gerichte immer mit ein wenig Salat, meist bestehend aus Kraut, Blattsalat und/oder Tomate, Backbanane und Reis. Außerdem gab es auch noch grüne Böhnchen und Malanga (kartoffelähnliche Knolle- Konsistenz ist ähnlich, Geschmack unterscheidet sich aber).
Das war das bis zu diesem Tag das günstigste Essen, dass wir bekamen und dazu noch super lecker, frisch und reichhaltig. Wir bezahlten 2440 Pesos mit Getränken (knapp 7€ und gaben noch knapp 1€ Trinkgeld, gesamt 2700 Pesos).

Im Anschluss schlenderten wir wieder ein wenig durch die Stadt, tranken Cocktails und ruhten uns wieder im AirBnB aus und buchten wieder über Viazul eine Busfahrt am 24.04 nach La Habana, damit wir vor unserer Reise nach Kolumbien meinen Onkel Marco treffen können, der seine Geschäftsreise so gelegt hatte, dass wir im gleichen Zeitraum in Kuba sind.

Abends gingen wir dann noch ins Saoco und aßen etwas was unsere Mägen mehr gewöhnt waren. Spaghetti Carbonara und Pizza Hawaii mit jeweils wahlweise verschiedenen Agregos (Add-Ons). Hier bezahlten wir umgerechnet circa 25€.

Ein ruhiger Tag muss auf so einer langen Reise auch Mal drin sein. 😉