Un paseo sudorífico en bici y una cascada refrescante

Morgens waren wir in der Dulicenea frühstücken. Dort war es sehr günstig (umgerechnet 7€), aber für unseren Geschmack, gab es dort nichts besonderes. Außerdem waren wir froh, als wir dort weggingen, da uns die Fliegen überall nervten. Der Kellner kannte Deutschland natürlich wieder einmal wegen der berühmten Fußballvereine. Tja, damit können wir zwar nicht viel anfangen, aber wir kommen auch darüber immer Mal wieder mit den Menschen ins Gespräch und erklären ihnen wo wir aus Deutschland herkommen.

Heute wollten wir raus in die Natur, welche hier sehr nah liegt, da Trinidad ein kleines Städtchen ist. Dazu mieteten wir uns zwei Fahrräder direkt in der Unterkunft (5€ für den Tag pro Rad). Uns wurde von Deivy, dem Vermieter, der Parque Natural El Cubano empfohlen. Ein Nationalpark mit einem Wasserfall, in dem man schwimmen gehen kann. Er liegt am Anfang des riesigen Nationalparks Topes de Collantes. Diesen erreicht man aber aufgrund der Größe, Höhe und Entfernung der weiteren großen Wasserfälle nur mit Auto, sprich in unserem Fall ein Taxi. Uns genügte aber erstmal einen kleinen Wasserfall an einem Tag zu sehen und wir hatten auch Lust uns selbst zu bewegen. Ein Angebot über eine Tour zwischen drei Wasserfällen im großen Nationalparks hätten wir auch nehmen können, nur wären wir viel herum kutschiert worden und hätten uns sehr wahrscheinlich nie lange an einem Ort aufhalten können. Außerdem hätten wir mehr Geld gelassen als nach der Tour, die wir jetzt auf eigene Faust durchzogen.

Um 11:00 Uhr sausten wir los. Wir wollten der prallen Mittagssonne aus dem Weg gehen. Die Fahrt dauerte eine ganze Weile und war extrem anstrengend, da die Sonne schon hoch stand, wir über 30 Grad hatten und wie immer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zunächst fuhren wir durch die kleinen Gässchen Trinidads, bevor wir das Ortsausgangsschild an einer Hauptstraße hinter uns ließen. In der Innenstadt, aber auch außerhalb gibt es so viele Schlaglöcher, dass ein Mountainbike nicht verkehrt ist. Man rumpelt über den löchrigen Asphalt, a ber so kommt man nun mal schneller vorwärts als beim Wandern. Wir fuhren von der Hauptstraße ab und kamen an einer ZipLine am Rande des Flusses vorbei, in dem wir weiter entfernt später baden wollten. Dort bekamen wir zum Glück nochmal ein paar Wasserflaschen. Hier muss man wenn man sportlich aktiv ist mindestens täglich 3 Liter einplanen. Man schwitzt so viel wieder aus. Zwischendurch mussten wir immer mal wieder eine Pause im Schatten machen. Wir fuhren öfter mal durch den Schatten und der Boden wechselte von Erde zu großen Steinplatten. Wir fuhren auf und ab und waren glücklich als wir nach einigen Kilometern am Eingang des Parks ankamen und die Fahrräder abstellen konnten.

Angekommen an einem Restaurant in mitten eines Parks waren wir ziemlich geschafft und uns wurde mitgeteilt, dass wir Tickets für 10€ pro Stück kaufen mussten, damit wir zum Wasserfall laufen dürfen. Der Preis für Kubaner liegt immer viel weiter darunter, aber als Tourist wird man natürlich direkt erkannt und zahlt zumindest hier in Kuba bei den Attraktionen immer eine erhebliche Differenz. Da macht es auch keinen Unterschied, dass wir uns schon ganz gut auf Spanisch verständigen können.

Wir gingen also zu Fuß weiter durch den Park und folgten der Route, über Steintreppen, Hängebrücken, aber auch schöne ruhige Waldwege. Einige Kubaner badeten scheinbar schon Nähe des Parkeingangs am Fluss, da wir sie planschen, springen und reden hörten.

Wir kamen auch an großen Wespennestern vorbei auf die wir glücklicherweise hingewiesen wurden.

Wir kamen an einer Holzhütte vorbei an der wir die gekauften Tickets für den Einlass zum Wasserfall abgeben sollten. Lauri wollte ein Foto von den Tickets machen, da sie bedenken hatte, dass wenn wir beim Wasserfall selbst keine Tickets mehr vorweisen könnten, nicht dort baden dürften. In der Hektik, da uns der Mann auch schon ein paar Dinge erklären wollte, ließ sie das Handy fallen und es schlug auf einem Stein auf und bekam einen Riss. Ärgerlich, aber es war noch funktionstüchtig. Nach ein paar Flüchen und beruhigenden Worten von Tobi beruhigte sie sich wieder. Wir hatten beide schließlich noch einen tollen Tag vor uns.

Am Ende des Weges und somit am Wasserfall Salto Javira angekommen, bot sich uns ein erfrischendes Erlebnis mit klarem Bergwasser, scheuen Fischen und einem 15-Meter hohen Wasserfall. Ein weiterer Mann war dort um die Lage im Blick zu behalten, kontrollierte aber nichts.

Wir entkleideten uns und wateten langsam, da wir so aufgehitzt waren in das kalte Wasser hinein. Es war ein großer Unterschied zum warmen Wasser des Meeres. Eine große Gruppe Italiener kam nach uns an und verkündete feuchtfröhlich und laut wie toll dieser Ort sei. Sie gingen wieder früher als wir und ihr kubanischer Guide unterhielt sich vorher noch mit uns und meinte Tobi müsse unbedingt Salsa lernen, sonst würde Lauri noch in einem falschen Moment mal zum Tanzen aufgefordert, weil Tobi es nicht könne und dann stünde er blöd daneben. Ganz Lauris Meinung. Das müssten wir schleunigst ändern.

Der Mann beim Wasserfall war auch sehr kommunikativ und erzählte uns noch von dem Touristenbaum an dessen richtigen Namen Lauri & Tobi sich nicht mehr erinnern konnte. Dieser pellt seine Rinde genauso wie sich die sonnengerötete und verbrannte Haut der Touristen pellt, meinte er. So sahen wir mittlerweile auch schon aus. Deswegen suchten wir immer schattige Plätzchen soweit es möglich war.

Vom Aussichtspunkt sollte man besser nicht springen, weil der kleine See am Wasserfall unterschiedlich tief war, an der tiefsten Stelle 9 Meter, aber abwechseln war es auch sehr niedrig, durch die Gesteinsformationen unter Wasser. Eine kleine Höhle gab es neben dem Wasserfall auch. Es war ein sehr schönee friedlicher und natürlicher Ort an dem man auf nur wenige Touristen traf.

Wir machten uns auf den Weg zurück und als wir bei dem Restaurant ankamen, beschlossen wir noch etwas beim günstigen Buffet zu essen (lediglich das Essen kostete uns 1500 Pesos pro Person also etwas über 4 Euro). Das Essen war auch sehr vielfältig und lecker. Lediglich vom Obst ließen wir die Finger, da sich dort schon viele Obstfliegen ansammelten und nichts vom Essen abgedeckt wurde. Bei vielen Dingen hier kann man halt nicht Etepetete sein. Oder man muss halt ins 5-Sterne-Hotel 😄.

Vom späten Mittagessen waren wir so gesättigt, dass wir auf jeden Fall nicht mehr Abendessen gingen. Der Rückweg mit den Fahrrädern war auch wieder so anstrengend, dass von unserer Erfrischung am Mittag nicht viel blieb. Wir müssten uns im Hostel angekommen erstmal wieder duschen und erholen und gingen abends noch leckeres Eis essen (Covadonga – Heladería & Dulcería), im italienischen Stil. Kein billiges Softeis. Dies war auch wieder sehr günstig im Vergleich zu deutschen, aber auch spanischen Verhältnissen. Tobias Becher mit 4 großen Kugeln kostete und eine Eiswaffel mit 2 großen Kugeln für Laura kosteten zusammen ca. 900 Pesos (2,50€ zum derzeitigen Kurs dort).

Uns fielen dann früh die Augen zu, da uns dieser Tag sehr geschafft hatte, aber wir hatten tolle Eindrücke gewonnen.

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