
Un viaje largo en coche hasta Trinidad seguido de una vista de la ciudad
Nun stand für uns fest, dass es weiter nach Trinidad gehen soll. Mein großer Bruder Niklas hatte es mir bereits empfohlen und meinte, dass ihm Trinidad fast noch am besten gefallen hat. Da Lixandra, die Vermieterin unseres Hostels am Vortag für eine Weile nicht da gewesen war hatten wir uns entschieden in der Stadt beim Reiseveranstalter Infotur ein Taxi Collectivo zu bestellen, weil von Viñales aus kein Viazulbus direkt nach Trinidad durchfährt. Ein Taxi Collectivo ist ganz einfach ein geteiltes Taxi. Mit 45€/$ pro Person war das ein fairer Preis für die weite Strecke von 500 km. Wir hatten bereits eine Anzahlung von 20$ gemacht. Lixandra meinte am Vorabend noch, hoffentlich wird der Taxifahrer nur den Rest von euch verlangen, hier wüsste man nie wie es zugeht. Also warteten wir auf den nächsten Tag und tatsächlich wurde die Vorauszahlung weitergegeben und wir mussten nur noch den Restbetrag von 70$ ausgleichen, so wie es uns auch handschriftlich auf einem kleinen Zettel notiert wurde. Während der Fahrt unterhielten wir uns mit einem Chinesen und einer Französin. Wir machten einen Taxitausch nahe La Habana und eine kleine Pause bei einer Raststätte (insgesamt waren wir 7 Stunden unterwegs gewesen inklusive einer einstündigen Pause).
Als wir direkt am neuen Hostel ankamen wurden wir schon gebührend empfangen mit ganz vielen Informationen, Angeboten und frischem Mangosaft. Es ist für uns das bisher komfortabelste Hostel gewesen. Sehr groß, sauber, mit Klimaanlage und Kühlschrank, nahe am Zentrum gelegen, es hatte bequeme Betten. Und das für einen unschlagbaren Preis von 9€ für uns beide pro Nacht.

Nach der Taxifahrt waren wir geschafft, ruhten uns aus und gingen dann noch durch die Stadt um uns ein Bild von Trinidad zu machen. Die kleinen bunten Gässchen sind sehr schön anzusehen. Sie sind ähnlich wie in Havana, aber meist nur ein oder zwei Stockwerke, nicht so hoch wie in Havana. Hier gibt es auch viele Dachterassen.




Hier wurden wir bisher am offensivsten angebettelt. Aber auch viele Angebote über Pferdekutschen und Obststände bis hin zu Schmuck und Kleidung gibt es hier.
Wir entschieden uns auf einen Aussichtspunkt zu steigen. Dafür mussten wir auch erstmal durch weniger schöne Viertel über Schutt und Geröll laufen um auf den Berg zu gelangen.

Dort oben kamen uns ein paar Leute auf dem Weg entgegen, aber es wurde weder gebettelt noch wurde uns etwas angedreht. Es ging darum die Natur zu genießen, zu beten oder sich auszuruhen. Auf dem Hügel „Cerro de la Vigía“ konnte man sowohl einen tollen Ausblick über Trinidad genießen, als auch die Berglandschaft drumherum bewundern und auf der gegenüberliegenden Seite, das nicht weit entfernte karibische Meer sehen.


Kurz vor dem Aufstieg liegt eine Höhlendisco. Steht für die nächsten Tage auch auf unserer To-Do-Liste.


Abends waren wir noch auf der Suche nach einem Lokal zum Abendessen. Auch hier wurde wie in bisher allen Städten offensiv draußen um Kundschaft geworben. Wir entschieden uns für eines, das auch einen italienischen Touch besaß und aßen leckeren Fisch und Meeresfrüchte. Zwischenzeitlich gab es einen Stromausfall im Zentrum, aber viele Restaurants haben dort einige Generatoren und bringen den Strom wieder ans laufen. Die Rechnung war in Ordnung, aber hätten wir in Euro oder Dollar bezahlt hätten wir 10€ mehr gezahlt als in Pesos (25€/$ umgerechnet in Pesos, 35€/$ wenn wir in ebendieser Währung bezahlt hätten). Der Umrechnungskurs war dort überhaupt nicht gut. Deshalb fragen wir vor allem immer in Lokalen, ob wir mit Pesos bezahlen können. Damit kommt man immer günstiger weg.
Auf dem Rückweg sahen wir das die Innenstadt immer noch dunkel blieb. Laternen blieben aus, aber es gab vereinzelte Lichter bei einigen Lokalen. Für uns eine merkwürdige Szenerie, die wir in dem Außmaß noch nie miterlebt hatten. Die dunklen Gässchen erstreckten sich vor uns und wir liefen gen Hostel. Zwischenzeitlich sprach uns draußen wieder ein Kellner an, ob wir nicht drinnen im Lokal essen wollen würden. Tobi ließ das lustigerweise unkommentiert und fragte direkt, ob die Stromausfälle hier normal seien und öfter vorkämen. Das bejahte der Kellner. Tobi meinte, dass dies Deutschland bald auch noch wegen der unsicheren Stromversorgung bevorstehe.
Hier scheint es öfter mal kleine Black-Outs, sogenannte Brown-Outs zu geben. Die Leute sind aber großteils darauf eingestellt und vorbereitet. Als wir uns vom Zentrum entfernten lag der nächste Block wieder mit eingeschalteten Laternen vor uns. Im AirBnB angekommen sagte Deivy uns, dass sie nichts davon mitbekommen hätten. Der Strom fällt nur Blöckeweise aus.