Vamos a Viñales

Die Eindrücke in La Habana (Havana) waren natürlich durchaus schön und einzigartig, aber wir mussten nun doch noch etwas mehr Natur sehen. Auch Tage in den Bergen können durchaus schön sein. Vor allem wenn diese Natur völlig anders aussieht als unsere. Also suchten wir uns eine Stadt raus und sie heißt Viñales.

Wir suchten uns also eine Verbindung von Havana nach Viñales raus, welche günstig und möglichst schnell ist. Daraus wurde dann der Anbieter Viazul. Ein Ticket kostet für den Weg 16€, für uns beide zusammen also 32€. Es gibt jedoch nur eine einzige Verbindung pro Tag, welche bereits um 7:00 Uhr in der Früh startet. Also buchten wir diese über die Internetseite. Als wir aber bei der Bezahlung angelangten, mussten wir die Bezahlung über einen VPN durchführen (zum Glück hatte ich noch zwei in Deutschland eingerichtet!). Nachdem der Bezahlvorgang erfolgreich (nach 3 Versuchen) von statten ging, konnten wir auch schon auf der Seite sehen, dass der Betrag beglichen wurde und wir die Fahrt antreten konnten. Aber wie lief es denn mit dem Check-In? Ich hatte auf der offiziellen Seite gelesen, dass man den Check-In ausschließlich am Tag der Fahrt durchführen kann, jedoch nicht wo. Also versuchte ich um 0:00 genau am Tag der Fahrt den Check-In durchzuführen. Ohne Erfolg, da nichts dergleichen auf der Internetseite zu finden war. Also suchte ich auch Touristenseiten nach Informationen und konnte so eine Erklärung finden. Wir mussten also zum Busbahnhof gehen und das früh genug (Am besten 90 Minuten vor Fahrt), da dann der Check-In ist.

Wir verließen die Unterkunft also um 5:20 Uhr am Morgen, damit wir auch möglichst früh da waren. Am Busbahnhof angekommen war es aber ein wenig unübersichtlich. Wir konnten das Viazul-Büro nicht finden, jedoch beim Nachfragen wurde uns mitgeteilt, wo wir warten sollten. Der Bus war gar nicht so voll, da sich nach und nach lediglich mit uns gerechnet 14 Personen im Wartebereich befanden. Bestimmt typisch Kubanisch war der Mitarbeiter für den Check-In. Sein Schnarchen hallte durch den gesamten Wartebereich. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt.

Die Zeit verging, aber der Check-In war einfach nicht geöffnet. Erst 50 Minuten vor Abfahrt (6:10 Uhr) wurde der Check-In geöffnet (der schnarchende Mitarbeiter hörte seinen eigenen Wecker nicht, wir jedoch schon), unser großes Gepäck wurde eingeladen und wir mussten wieder warten, bis wir in den Bus schlussendlich einsteigen konnten. Nur wo mussten wir einsteigen? Ein paar andere Passigere und wir ebenfalls mussten uns wieder ein wenig durchfragen, bis wir in den bereits besuchten Wartebereich zurückkehren mussten um dort auf den Bus zu warten.

Um 6:45 Uhr hieß es dann schließlich alles einsteigen es geht nach Viñales. Also stiegen wir in den Bus ein und fuhren tatsächlich auf die Minute genau pünktlich um 7:00 Uhr los. Deutsche Pünktlichkeit gibt es durchaus auch in Kuba.

Ausblick während der Fahrt

Die Busfahrt betrug 3 Stunden und 30 Minuten mit der Endstation Viñales. Die Fahrt an sich war auch schon spannend. Viele verschiedene Häuser, viel Landwirtschaft und durchaus auch viel Natur waren zu sehen. Es existieren hier auch mehrere Autobahnen, welche aber in die Jahre gekommen sind. Da wir beide aber ziemlich geschafft waren, schliefen wir zwischendurch.

Auf dem Weg konnte man immer wieder solche Fincas sehen.

In Viñales angekommen bot sich ein skurriler Empfang. Einige Einwohner hielten uns Karten mit ihren Hostels hin und waren auch durchaus aufdringlich dabei. Die meisten gingen aber direkt als wir ihnen sagten, dass wir bereits eine Unterkunft gebucht hatten. Als wir unser Gepäck wieder in den Händen hielten und alles wieder im Anschluss auf unserem Rücken war mussten wir uns erst einmal orientieren. Außerdem gab es während der Fahrt keinerlei Möglichkeiten etwas zu essen zu bestellen oder zu kaufen. Daher suchten wir uns auf dem Weg zum Hostel noch ein Restaurant. Als wir eins fanden hatten wir auch schon direkt etwas für umgerechnet zusammen 12€ gekauft.

Als wir die Unterkunft erreichten schien sehr viel die Sonne und es war wirklich sehr warm. Viele Kubaner liefen auch schon bereits mit Sonnenschirmen durch die Straßen. Ein Bild was ich so auch noch nicht aus Spanien kannte. Die Sonne hier hat einfach so wie es aussieht eine ganz andere Intensität als in Europa.

Sonnenschutz

Endlich hatten wir auch diesen Weg geschafft und uns wurde an der Unterkunft unser Zimmer gezeigt, welches zwar Sonnenklappen, aber keinerlei Fenster beinhaltet, was nachts zu einem Problem wurde, weil extrem viele Mücken so ins Zimmer eindrungen. Ich hatte also ein wenig überlegt wie man dem entgegen wirken konnte. Laura und ich ließen dann Schlussendlich den Ventilator auf höchste Stufen so laufen, dass er von unserem Bett weg wehte. Dies funktionierte wirklich super, kein Gesumme war mehr zu hören und außerdem wurden wir tatsächlich nicht gestochen. Einzig der Ventilator war natürlich schon echt über die Nacht hinweg laut. Man kann eben nicht alles haben auf so einer Reise.

Ausblick von unserer Unterkunft aus.
Verified by MonsterInsights